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letzte Änderung: 01.01.2016

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Kein Leben mit atomaren Risiken! e.V.  (KLAR! e.V.)

KLAR Schweiz

Jean-Jacques Fasnacht und Käthi Furrer, die beiden Präsidenten von KLAR! Schweiz.

Wer ist KLAR! Schweiz?

KLAR! Schweiz verkörpert die regionale und überregionale Opposition gegen die Lagerung radioaktiver Abfälle im Züricher Weinland.

KLAR! Schweiz hat Mitglieder in der ganzen Schweiz und im benachbarten süddeutschen Raum.

KLAR! Schweiz ist Mitglied der CAN (Anti-Atom-Koalition der Schweiz).

Wir haben uns gegen die seismischen Messungen und Probebohrungen der Nagra im Züricher Weinland gewehrt und wehren uns heute gegen weitere Schritte zur Errichtung eines atomaren Endlagers vor unserer Haustür. Der Widerstand von KLAR! Schweiz geht aber über die Entsorgungs-Pläne der Nagra und ihrer Auftraggeber hinaus und richtet sich gegen die Verwendung der Atomtechnologie zur Stromproduktion.

KLAR! Schweiz setzt sich ein für erneuerbare Energien.

In den Medien und mit Vorträgen untermauern wir unsere Standpunkte. Wir fördern den Ersatz fossiler Energiequellen durch erneuerbare Energien und setzen uns für eine höhere Energieeffizienz ein. Damit ziehen wir am gleichen Strick wie die Schweizerische Energiestiftung SES, Greenpeace und andere Umweltorganisationen. Wir arbeiten eng zusammen mit der deutschen Schwesterorganisation KLAR! Deutschland.

Wir suchen den Kontakt zu den lokalen Behörden und zu unseren Kantons- und Nationalrätinnen und –räten, um unsere Ideen auch in diese Gremien hinein zu tragen.

Eines unserer wichtigsten Projekte ist die Mitsprache der Bevölkerung bei Atomendlagern. Im breit abgestützten Komitee „Atomfragen vors Volk“ arbeiten wir daran, dass Atomvorhaben im Kanton Zürich an der Urne bewilligt werden müssen. Eine entsprechende Volksinitiative ist im März 2002 eingerichtet worden.

KLAR! Schweiz wehrt sich gegen die weite Nutzung der Atomenergie. Und gegen das geplante Atommülllager im Weinland.

Die kurze Betriebsdauer von AKWs und die ungelöste Problematik der radioaktiven Abfälle lassen eine längerfristige Nutzung der Atomenergie nicht zu. Die Nutzungszeit steht in keinem Verhältnis zur Belastungszeit (Millionen von Jahren). Niemand kann die Verantwortlich dafür übernehmen.

Die Atomenergie ist eine kostspielige Hochtechnologie, die einerseits unseren Lebensraum bedroht und anderseits zunehmend ach Maßnahmen ruft, die unsere Volksrechte einschränken.

Das Energieproblem der Erde darf nicht nur für westliche Industriegesellschaften gelöst werden. Wenn wir den Export der heiklen Atomtechnologie in die 2. und 3. Welt verhindern wollen, müssen wir Energiekonzepte entwickeln und anwenden, die in diesen Ländern ebenfalls ohne große Risiken eingesetzt werden können.

Was macht die Atomenergie so gefährlich?

Menschen sind nicht unfehlbar, Flugzeugkatastrophen und Eisenbahnunglücke, verursacht durch „menschliches Versagen“, belegen dies leider allzu deutlich. Am Ende jeder noch so langen Kette von Sicherheits-Systemen steht immer der Mensch. Er hat die Systeme entworfen, er überwacht sie. Kann hier menschliches Versagen oder auch bewusste Sabotage wirklich ausgeschlossen werden?

Die Folgen einer AKW-Katastrophe sind von uns Menschen in keiner Weise zu verantworten:

  • Wir können die entstehenden Schäden weder zeitlich noch räumlich begrenzen. Unbeteiligte, aber auch unsere Nachkommen müssen mit den Folgen unserer Unvernunft leben.
  • Wir können die Schäden nicht reparieren. Es gibt bisher keine Methode, Verstrahlung aufzuheben. Die Natur besorgt das für uns. Nur benötigt sie dazu je nach Art der radioaktiven Teile Millionen von Jahren!
  • Wir könne die Schäden nicht bezahlen. Eine Milliarde Franken beträgt die Haftpflichtsumme für AKWs in der Schweiz. Dies ist viel zu wenig, um einen Schaden, wie er etwa durch die Katastrophe von Tschernobyl verursacht worden ist, auch nur annähernd zu decken.
  • Ist ein baldiger Ausstieg aus der Atomenergie möglich?
  • Umweltschonende Energietechnik ist heute machbar, Studien zeigen, dass der Ausstieg technisch und wirtschaftlich machbar ist. Eine NOK-Studie kommt zum Schluss, dass durch die Verwendung von dezentralen Blockheizungskraftwerken der Ausstieg in 30 Jahren technisch und wirtschaftlich möglich ist!

    KLAR! Schweiz wehrt sich mit allen legalen Mitteln gegenein Endlager im Weinland.

    Die Nagra hat ihre Untersuchungen im Weinländer Untergrund abgeschlossen und einen entsprechenden Bericht beim Bundesrat deponiert. Der Bericht beurteilt den Weinländer boden als geeignet für ein atomares Endlager. Der Bundesrat soll bis im Jahr 2006 Stellung nehmen. KLAR! Schweiz ist vom Endlager-Projekt der Nagra nicht überzeugt. Es gibt zu viele offene Fragen. Das Auswahlverfahren für eine Endlager-Standort ist ungenügend und intransparent. Das Fehlen von fundierten, nachvollziehbaren und fachliche sowie rechtlich verbindlichen Kriterien erweckt den Eindruck von Willkür! Nach geltendem internationalen Standard wird die Abklärung von verschiedenen Standortregionen und Standorten zwingend gefordert. Die Schweiz hat sich aus Kostengründen auf eine „Einlochabklärung“ eingeschränkt.

    Ein Projekt dieser Dimension bedroht unseren Lebensraum, unsere Lebensqualität und die wirtschaftliche Existenz einer ganzen Region. Um ein Atommülllager gegen den Willen der betroffenen und bedrohten Bevölkerung durchzusetzen, werden nun die üblichen demokratischen Spielregeln geändert.

    Was soll mit den bisher produzierten radioaktiven Abfällen geschehen?

    Mit größter Sorgfalt müssen alle denkbaren Entsorgungsmöglichkeiten überprüft werden. Es ist unsere unabdingbare Pflicht, dass nur die beste Lösung für die Entsorgung dieses über Hunderttausende von Jahren tödlichen Mülls realisiert wird. Es darf keine weiteren nuklearen Erbsünden geben, dies sind wir unseren Nachkommen schuldig! Wir verlangen deshalb, dass neben der rückholbaren, unterirdischen Lagerung und weiteren Standorten auch andere Konzepte genauer untersucht werden müssen. Holland zum Beispiel hat die kontrollierte oberirdische Lagerung beschlossen. Niemand kann wissen, ob die Wissenschaft in den nächsten hundert Jahren nicht ein Verfahren zur Beschleunigung des radioaktiven Zerfalls entwickeln kann.

    KLAR! Schweiz kämpft für die beste Lösung eines der größten gesellschaftlichen Probleme der Menschheit.

    KLAR! Schweiz kämpft engagiert und überzeugt für einen sicheren Lebensraum für uns und unsere Nachkommen.

    KLAR! Schweiz kämpft für die demokratische Mitbestimmung in der schicksalhaftesten Frage für unsere Region.

    Kontaktadressen für Beitrittswillige:

    Jean-Jacques Fasnacht, 0041 (0)52 319 14 00,
    fasnachtjj@bluewin.ch

    Käthi Furrer, 0041 (0)52 659 61 63, k.furrer@swissworld.com