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letzte Änderung: 01.01.2016

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Jestetten 13.10.2010

Kein Leben mit atomaren Risiken! e.V.  (KLAR! e.V.)

Jestetten, 13. Oktober 2010

Am 13. Oktober 2010 hat das schweizerische Bundesamt für Energie in Jestetten Altenburg die deutsche Bevölkerung über den aktuellen Stand der Endlagersuche für mittel- und hochradioaktiven Atommüll informiert. Vor der Halle in Altenburg gab es eine Demonstration mit ca. 400 Teilnehmer.

Pressemitteilung von KLAR! e.V.

Südkurier Artikel

Reportage im ZDF Länderspiegel vom 16.10.2010

Fotos von der Demo:

Trommler aus Schaffhausen sorgten für den richtigen Ton auf der Demo.

Auch KLAR! war auf der Demo vertreten.

Pressemitteilung

Bedenken gegen Schweizer Atomendlager äussern

Nach Auffassung von KLAR!, der Bürgerinitiative, die die Suche der Schweiz nach einem Lager für ihren Atommüll seit Anfang 2003 kritisch begleitet, hat die Informationsveranstaltung der Schweizer Behördenvertreter und der NAGRA, - zuständig für Projektierung und Bau des Lagers – zur Beruhigung der deutschen Bevölkerung am Hochrhein und im Hegau absolut nichts beigetragen. Im Gegenteil hat die Veranstaltung in Jestetten-Altenburg eher deutlich gemacht, wie zielstrebig die Schweiz ihr grenznahes Atomendlager vorantreibt und wie viele Fragen über dieses gefährliche Projekt von den Planern noch nicht beantwortet werden können. Vielfach wurde in der gefüllten Altenburger Mehrzweckhalle "herum geeiert", wie vom Vizedirektor im Schweizer Umweltministerium, Franz Schnider, auf die Frage nach dem Verbleib des zusätzlichen Atommülls von den drei neu beantragten Atomreaktoren in der Schweiz. Die Versicherungen von Michael Aebersold, zuständig im Umweltministerium fr die Entsorgung, dass die deutsche Bevölkerung über Partizipationsforen den Prozess beeinflussen können, gehen ins Leere, wenn die Deutschen bei den wichtigsten Entscheidungen aber ausgeschlossen bleiben. Auch bei ihrem engen Zeitplan gibt es keine Kompromisse: Trotz grosser sicherheitsrelevanter Unklarheiten bleibt ihr Ziel unverändert: Ab 2040 wird die Schweiz ihren Atommüll dicht an der deutschen Grenze an einem der ins Auge gefassten Standorte "begraben".

Radioaktive Strahlung macht vor Grenzen nicht halt und kann sich in kurzer Zeit kilometerweit ausbreiten. Die Bürgerinitiative KLAR! unterstützt deshalb die Forderung von Ira Sattler, Bürgermeisterin von Jestetten, und fordert die Menschen an Hochrhein und im Hegau auf ihre Meinung und ihren Protest gegen die Schweizer Pläne deutlicher und vermehrt zum Ausdruck zu bringen. Die Formierung der Bürgerinitiative "Hochrhein-aktiv" und die lautstarke Demonstration vor der Altenburger Mehrzweckhalle am 13. Oktober kann dazu nur ein hoffnungsvoller Auftakt sein. Hilfe für Einsprüche und Bedenken, die bis zum 30. November beim Schweizer Bundesamt für Energie (BFE) einzureichen sind, wird in Kürze auf der Homepage von KLAR! zu finden sein.