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letzte Änderung: 01.01.2016

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Neuer Vorstand

Kein Leben mit atomaren Risiken! e.V.  (KLAR! e.V.)

Anna-Maria Waibel neue KLAR! Vorsitzende

Der neu formierte Vorstand von KLAR! e.V.- Kein Leben mit atomaren Risiken. Von Links: Lüder Rosenhagen, Sabine Marschall, Renate Wiese, Ina Geiger-Frischbier (Kassiererin), Eberhard Röhm (2.Vorsitzender), Anne Waibel (1.Vorsitzende), Eberhard Koch, Georg Gebhardt und Reinhard Ebeling (Schriftführer).

Zehn Jahre nach seiner Gründung gab es auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung der Bürgerinitiative KLAR! e.V. – "Kein Leben mit atomaren Risiken" im Singener Gasthaus "Mykonos"  einen größeren Wechsel an der Spitze: Der 1.Vorsitzende Josef Diebold schied aus eigenem Wunsch aus dem Amt aus. Als seine Nachfolgerin wurde Anna-Maria Waibel einstimmig gewählt. Eberhard Röhm würdigte die Arbeit des ausgeschiedenen Vorsitzenden Josef Diebold. Er habe den "Laden" zehn Jahre menschlich zusammengehalten und mit seinen Vorträgen das Endlager-Thema in der Öffentlichkeit bekannt gemacht. Er überreichte ihm ein Abschiedsgeschenk. In seiner Erwiderung nannte Josef Diebold seine Amtsperiode als "eine gute und lehrreiche Zeit". Die neue Vorsitzende wohnt in Wald bei Pfullendorf und ist schon lange KLAR!- und BUND-Mitglied. Sie war in der Anti-AKW-Gruppe Linzgau, einer losen Gruppe, aktiv und hat sich in letzter Zeit intensiv damit beschäftigt, die Öffentlichkeit über die Gefahren von Fracking zu informieren. Sie plädierte bei ihrer Vorstellung für eine stärkere Vernetzung der regionalen Antiatom-Initiativen beiderseits der Grenze. Bei den übrigen Vorstandsmitgliedern gab es keine Änderung; sie wurden ohne Gegenstimmen in ihren Ämtern bestätigt. Neue Kassenprüfer sind Josef Diebold und Birgit Hauns. Keine Einwände gab es gegen den Vorschlag, die Neuwahlen von Vorstand und Kassenprüfer zukünftig alle zwei Jahre durchzuführen.

Nach den Neuwahlen berichtete Lüder Rosenhagen über die akuten Schwierigkeiten bei der Endlagersuche für die hochgiftigen Atomabfälle in der Schweiz. So wird bei den laufenden sozioökonomisch-ökologischen Studien (SÖW) das Thema "Image" von der Berner Regierung ausgeklammert, obwohl eine Schweizer Bank schon einen Kredit für ein Hausbau in Benken abgelehnt haben soll. Auch würde es immer mehr Widerstand dagegen geben, dass die Schweiz den Sachplan nicht neuen Erkenntnissen anpassen lässt, sondern "als Bibel" betrachte. Der abschließend gezeigte  arte-Film, der in der deutschen und Schweizer Presse im April d.J. große Beachtung gefunden hat, fesselte alle Anwesenden über 52 Minuten. Er zeigt, dass die bis 1995 von Schiffen aus ins Meer geworfenen Atommüllfässer zum Teil durchgerostet, zum Teil aber noch unzerstört im Ärmelkanal liegen. Die jetzt schon spürbaren  Folgen können sich also noch verstärken. Zumal es immer noch erlaubt sei, radioaktive Abwässer vom Land aus über lange Leitungen ins Meer einzuleiten. Dies wird von Sellafield und La Hague – wie die Filmemacher zeigten - auch praktiziert. Auch in der Schweiz und Deutschland werden die Gefahren und Langzeitfolgen der atomaren Meerverschmutzung von den Verantwortlichen seit Jahren beschönigt.