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letzte Änderung: 01.01.2016

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Ravensburg 2009

Kein Leben mit atomaren Risiken! e.V.  (KLAR! e.V.)

Die Demonstration in Ravensburg am 21. November 2009 stand unter dem Motto:

Stoppt Atomkraft, für erneuerbare Energien!

Der Marienplatz in Ravensburg war voll, als die Demonstration gegen Atomkraft und für erneuerbare Energien, die am heutigen Samstag, 21.11.2009, am Bahnhof mit zwei Trommelgruppen und mehreren Traktoren gestartet war, ihren Abschlusskundgebungsort erreicht hatte. Ca. 2000 Personen aus der ganzen Region (bis ins Vorarlberg), und damit weit mehr als die VeranstalterInnen gerechnet hatten, beteiligten sich an der bunten und lauten Demonstration. Aufgerufen hatte ein breites Bündnis unterschiedlicher Gruppen, Organisationen und Parteien v.a. aus Ravensburg, aber auch aus der Region Oberschwaben-Bodensee-Allgäu. Nachdem es in Ravensburg schon seit Jahresbeginn verschiedene kleinere Aktionen und Veranstaltungen zum Thema Atomausstieg gegeben hatte, war diese Demonstration ein deutliches Zeichen, dass auch hier die Anti-Atom-Bewegung wieder auflebt - und das Motto der Demo „Wir können auch anders“ lässt auch für die Zukunft weiteres erhoffen.

Beim Auftakt am Bahnhof hielt die neue Ravensburger Bundestagsabgeordnete der Grünen Agnieszka Malczak ein Grußwort, auf der Abschlusskundgebung wurde ein Grußwort der Autorin Gudrun Pausewang (u.a. „Die Wolke“) vorgetragen und es sprachen Theresa Katranitz (Jugendrat Friedrichshafen), Axel Mayer (Geschäftsführer vom BUND-Regionalverband Südlicher Oberrhein, Wyhl-Aktivist und Vizepräsident des Trinationalen Atomschutzverbandes), Rudolf Bindig (ehemaliger MdB und aktueller Kreisvorsitzender der SPD Ravensburg), Josef Diebold (Vorsitzender von KLAR e.V, Initiative gegen das geplante Schweizer Atommüllendlager in Benken bei Schaffhausen). Dazwischen trat die Musik-Kabarettgruppe Volksdampf auf und Greenpeace- und BUND-Jugend zeigten am Ende ein kurzes Straßentheaterstück.
In allen Redebeiträgen wurde massive Kritik an der neuen Bundesregierung sowie den Stromkonzernen und die Forderung nach Atom-Ausstieg und dem Ausbau erneuerbarer Energien – und ganz direkt die Forderung nach dem persönlichen Atomausstieg, nämlich zu echten Ökostromanbietern zu wechseln - formuliert.

Was die Demonstration besonders eindrucksvoll machte, war die breite Beteiligung von Jung bis Alt – Leute, die schon in den 70er und 80er Jahren aktiv waren und wohl ein paar Jahre Pause eingelegt hatten und Jugendliche, die hier zum ersten Mal auf einer größeren Anti-Atom-Demo waren. Dazu die Beteiligung von (Bio-)Bauern und Bäuerinnen aus der Region, die zum Teil selbst im Bereich Erneuerbarer Energien tätig sind.

Insgesamt also ein deutliches Zeichen: Es gibt kein ruhiges Hinterland! Wir können auch anders!